Erst wollte sie in ihrem umstrittenen Buch ,,Das Eva-Prinzip” die Rollen von Mann und Frau traditionell aufteilen, dann musste sie nach einem dummen Satz über Hitlers Autobahnen bei J.B. Kerner das Studio verlassen. Gestern ist Eva Herrmann mit gemeinen Sätzen über die Opfer und die Besucher der Love-Parade aufgefallen. Herrmann hat auf der Internetseite ihres Verlages geschrieben: ,,Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte eingegriffen, um dem schamlosen Treiben ein Ende zu setzen.” Für Herrmann ist die Love-Parade ,,in Wahrheit eine riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie, geplant, genehmigt und zum Teil finanziert von der Stadt Duisburg und dem Land NRW.” Den geistigen Tiefpunkt erreichte sie damit, dass sie sich an ,,eine Verfilmung der letzten Tage”, wie sie in der Bibel dargestellt wird, erinnert. Frau Herrmann hat schon dumme Sachen gesagt, aber das Unglück von Menschen als göttliche Strafe für unzüchtiges Verhalten zu halten, ist einfach widerlich. Das hörte man in der jüngeren Vergangenheit nur in Nachrichten religiöser Eiferer vom Hindukusch.
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